Das Brautkleid Ihrer (Groß-)Mutter, weitergetragen
In manchen Schränken hängt ein Kleid, das mehr ist als Stoff. Das Brautkleid der Mutter, manchmal das der Großmutter. Getragen an einem einzigen Tag, seither bewahrt, weil man sich von ihm nicht trennen mag. Immer wieder bringen uns Frauen genau dieses Kleid und stellen dieselbe Frage: Ließe es sich für meine Hochzeit tragen?
Wir verstehen, warum diese Frage schwer wiegt. Es geht nicht um ein Kleidungsstück. Es geht darum, die eigene Geschichte an einem der wichtigsten Tage sichtbar zu machen und die Mutter dabeizuhaben, auch wenn sie nicht mehr jung ist oder nicht mehr da.
Und es muss nicht immer das Brautkleid sein. Ebenso oft ist es das Kostüm der Großmutter, ein Mantel, ein besticktes Tuch: jedes Stück, zu dem eine besondere emotionale Verbindung besteht, verdient dieselbe Sorgfalt.
Was aus einem Erbstück werden kann
Aus dem Kleid der Großmutter kann ein neues Brautkleid für die Enkelin werden, mit modernem Schnitt, aber den gleichen Spitzenapplikationen. Aus dem Kostüm der Mutter kann ein Blazer werden, den die Tochter zu ihrem eigenen Hochzeitstermin trägt. Aus einem Taufkleid kann ein Einstecktuch für den Bräutigam werden.
Entscheidend ist nicht das Kleidungsstück selbst, sondern die Geschichte, die daran hängt. Wir arbeiten mit Stoffen, Spitzen und Handarbeiten, die es in dieser Form nicht mehr zu kaufen gibt, und geben ihnen eine neue Bestimmung, ohne ihren Ursprung zu verleugnen.
Das ist das, was wir unter Nachhaltigkeit verstehen: nicht der Verzicht auf Neues, sondern der Respekt vor dem, was schon da ist.
Wie das in der Praxis aussieht, zeigt die Geschichte einer Familie, die ihr Hochzeitskleid über drei Generationen weitergegeben hat: Ein Hochzeitskleid, drei Generationen.
Die ehrliche Seite dieser Arbeit
Nicht jedes Stück lässt sich retten, und nicht jeder Wunsch lässt sich erfüllen. Manche Stoffe sind zu brüchig für eine zweite Verarbeitung, manche Schnitte lassen sich nicht in die gewünschte Silhouette überführen. Das sagen wir Ihnen offen, im ersten Beratungsgespräch, bevor eine einzige Naht geöffnet wird.
Ehrlichkeit gehört für uns genauso zum Handwerk wie die Nadel. Wir zeigen Ihnen, was möglich ist, was Sinn ergibt und was wir aus Überzeugung nicht empfehlen würden, auch wenn es einfacher wäre, einfach Ja zu sagen.
Wie wir vorgehen
Am Anfang steht ein Gespräch, kein Angebot von der Stange. Wir sehen uns das Stück gemeinsam an, prüfen Stoff, Verarbeitung und Zustand, und hören zu, welche Geschichte und welcher Anlass dahinterstehen.
Daraus entsteht ein Entwurf, oft in mehreren Varianten, der zeigt, was aus dem vorhandenen Material werden kann. Nach der Anprobe am Nessel-Modell wird das eigentliche Stück bearbeitet, in Handarbeit, Naht für Naht, bis es passt und wieder getragen werden kann.
Was diese Arbeit kostet
Der Preis für eine Umarbeitung hängt vom Zustand des Stücks, dem gewünschten Ergebnis und dem handwerklichen Aufwand ab. Eine kleine Anpassung bedeutet weniger Arbeit als eine vollständige Neuinterpretation, etwa eines Brautkleids oder Kostüms mit aufwendiger Applikation.
Nach dem ersten Beratungsgespräch erhalten Sie ein transparentes, unverbindliches Angebot, das genau zeigt, wofür Sie bezahlen: Material, Zeit und Handwerk.
Ob Brautkleid, Kostüm oder ein anderes Stück mit besonderer Geschichte: Wenn Sie ein Kleidungsstück besitzen, das mehr bedeutet als seinen Stoff, laden wir Sie ein, mit uns darüber zu sprechen. Wir bringen es mit Respekt vor dem Original in eine neue Form, die Sie tatsächlich tragen, zu jedem Anlass, der es verdient.